Panorama

Vor 100 Jahren

„Nürnberg hat jetzt seine eigene Wasserkuppe entdeckt.“ So war es 1926 in einer Anmerkung im Jahresbericht des Nordbayerischen Luftfahrtverbands e. V. Nürnberg zu lesen.
Eine „eigene Wasserkuppe“ bedeutete, man konnte sich die Fahrt zur Wasserkuppe in der Rhön sparen. Aber noch mehr, man hatte einen eigenen Berg, an dem man tun und lassen konnte, was man wollte.
Eine Unterstellhalle für die Flugzeuge wurde gebaut, weitere Vereine wurden zum Segelfliegen auf den Hesselberg eingeladen. Der Berg war geeignet, allen segelfliegerischen Anforderungen zu genügen.
Ab 1929 fanden Bayerische Segelflugwettbewerbe am Hesselberg statt. Vor allem den Anfängern bot der Hesselberg eine besondere Gelegenheit, weiterreichende fliegerische Erfahrungen zu sammeln und Prüfungen abzulegen, was auf den heimatlichen Plätzen meist nicht möglich war. Der Hesselberg war damit prädestiniert für eine Segelflugschule – für die erste Segelflugschule in Bayern. 1935 wurde sie offiziell eröffnet.