Ausstellung
Die Ausstellung 100 Jahre Segelflug am Hesselberg
findet
vom 19. Juni – 31. Dezember 2026
im Haus der Geschichte in Dinkelsbühl statt.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr,
Samstag, Sonn- u. Feiertag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Führungen
Führungen durch die Ausstellung:
16.08., 13.09., 18.10., 8.11. und 13.12.
jeweils 12:30 – 13:30 Uhr
Begleitbuch
Ein Begleitbuch zur Ausstellung erschien unter dem Titel:
Harald Fischer: Nürnberger Flieger
360 Seiten, € 49,95
erhältlich im Museumsshop, bei ihrer Buchhandlung
oder beim:
Imhof-Verlag
Einblicke
Die Fliegervereinigung Erlangen nahm 1929 mit ihrem damals neuen Schulgleiter Erlangen am ersten Segelflugwettbewerb am Hesselberg teil.
Ein feiner Nachbau dieser Maschine mit über 160 cm Spannweite begrüßt sie im Eingang des Museums.
Beim Originalflugzeug saß der Pilot anfangs noch im "Freien". Erst nach dem Wettbewerb wurde das Flugzeug mit einen "Boot" ausgestattet.
Der Original-Rhönbussard Hesselberg war ein Geschenk des ehemaligen Vorsitzenden des Nordbayerischen Luftfahrtverbands Heinrich Barth für die Segelfieger am Hesselberg.
Eugen Wagner hatte mit dem markant blau markierten Flugzeug am Rhön-Segefugwettbewerb teilgenommen.
Im Treppenhaus des Museums sehen sie über sich das von Hans Ritter gebaute
Modell dieser Maschine mit über 2 Meter Spannweite.
Das Landschaftsmodell des Hesselbergs zeigt die Besiedlung des Berges und den Flugbetrieb, wie er in den 1930er und -40er Jahren etwa zu beobachten war.
Bei der Ausstellungseröffnung fand dieses Modell grosses Interesse und war Ausgangspunkt für den Rundgang.
1929 fand mit fünf Vereinen der erste Bayerische Segelflug-Wettbewerb am Hesselberg statt. Mit immer mehr Teilnehmern festigte der Hesselberg seinen Ruf als Bayerische Rhön.
Auf insgesamt 10 Tafeln werden alle Wettbewerbe vorgestellt.
Eugen Wagner war eine der wichtigsten, interessantesten und schillerndsten Figuren am Hesselberg; er war Segelflieger, Fluglehrer, Flugzeugkonstrukteur, er war Gründer und Leiter der Segelflugschule und er war Querulant mit einem zwiespältigen Verhältnis zum Nationalsozialismus.
1936 wurde die Segelflugschule am Hesselberg offiziell eröffnet. Die Lage der Schule war auf etwa der halben Höhe des Berges und lag ideal in einer Mulde, ohne den Flugbetrieb am Hang zu stören.
Die Originalpläne für die Lage und die Gebäude sind erhalten und in einer Vitrine ausgestellt.
Das Tagebuch der Engländerin Naomi Heron Maxwell, die sich 1935 und 1936 mehrmals inkognito zur Segelflugschulung am Hesselberg aufhielt, ist eine interessante Quelle zum Schulbetrieb. Der Blick einer Frau und Ausländerin auf Hesselberg!
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Massenausbildung das Standardprogramm am Hesselberg. Zahlreiche Originaldokumente zeigen den Druck, dem die Fluglehrer bei der Schulung ausgesetzt waren.
Luft und Fliegen
Einer der Pioniere auf dem Weg zum Menschenflug war Otto Lilienthal.
Er hatte die Prinzipien des Gleitflugs der Vögel entdeckt und beschrieben und danach Flugapparate gebaut,
mit denen er selbst geflogen ist.
Sie finden in der Ausstellung sein berühmtes Buch Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst und ein Modell eines Lilienthal-Gleiters.
Klaus Meyer gelangen beeindruckende Serienbilder, die Vögel in verschiedenen Flugphasen zeigen; etwa bei Start, im Gleitflug oder bei der Landung. Diese Fotos aus der Natur runden das Thema Luft und Fliegen ab.
In einem unserer Experimente gehen wir der Frage nach, was zwei Dickmänner auf dem Flug zum Mond erleben?
Eine anderes spannendes Experiment zeigt die tollen Flugeigenschaften von Tischtennisbällen.